Aqaba Day Tours

Jordaniens einziger Seehafen wird am Golf von Aqaba, einem Ausläufer des Roten Meeres, von Bergen umrahmt. Seine Position war schon immer strategisch bedeutend – denn dieses Stück Land verbindet Arabien, den fernen Osten und Europa und besitzt reiche, unterirdische Süßwasservorkommen. Es ist bis heute ein lebhafter Hafen und die sich am schnellsten entwickelnde Stadt Jordaniens.

Die älteste bekannte Siedlung in diesem Gebiet (Kupferzeit, ca. 3500 v. Chr.) besaß Öfen, um Kupfer von Wadi Araba zu schmelzen. Aber die genaue Lage von „Salomons Hafen Ezion-geber, nahe Eloth am Ufer des Roten Meeres, im Land Edom“ (Ki, 9:26) wurde bisher nicht klar bestimmt. Es wurde einst mit dem Hügel al-Khaleifeh nahe der israelischen Grenze identifiziert, aber die frühesten Funde von dort wurden auf etwa 200 Jahre später datiert.

Die Nabataner gründeten die Stadt Aila in der Gegend des heutigen Aqaba und dentwickelten es zu einem wichtigen Handelszentrum auf der Route zwischen der Mittelmeerküste und Südarabien, Indien und China. Nach der römischen Annektion 106 n. Chr. wurde Adas Rolle als der südliche Abschluss der neuen Straße nach Bostra, der Via Nova Trajana, hervorgehoben.

Später, etwa 295, wurde die Stadt befestigt und eine römische Legion wurde dort stationiert. Ausgrabungen der letzten Jahre haben eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder frühen 4. Jahrhundert freigelegt, die aus Lehmziegeln erbaut wurde. Ailas erster Bischof, Petros, nahm im Jahr 325 am Konzil von Nizäa teil und seine Nachfolger an späteren Konzilen.

Von einer mittelalterlichen zur modernen Stadt

In den Jahren vor der islamischen Eroberung herrschten hier die Ghassaniden, ein christlich-arabischer Stamm und im Jahr 630 verhandelte ihr Bischof Yuhanna ibn Ru’ba einen Friedensvertrag mit dem Profheten Mohammed, kurz nach der Schlacht von Tabuk. Dieser sorgte für gute Beziehungen wit den islamischen Herrschern – der Kalif ‘Omar verbrachte seine Zeit bei einem Besuch im Jahr 639 sogar mit dem Bischof.

Eine Hand voll christlicher Schnitzereien wurden gefunden – aber wenige Kirchen, vermutlich da die meisten Steine für den Bau der ummauerten islamischen Stadt und seine großen Moscheen an einem neuen Ort nahe des Strandes gebraucht wurden. Mehrere frühe islamische Schreiber erzählen von Ailas Reichtum als Hafen und Handelszentrum und auch als vorgeschobener Posten auf der Pilgerroute der Hadschis.

Zur Zeit der Kreuzzüge war Aila aufgrund eines Erdbebens und wegen Stammeskriegen nicht so reich. 1116 wurde es Teil des latinischen Königreiches von Jerusalem bis die Kreuzritter am Ende des Jahrhunderts hinaus gejagt wurden. Die Überreste der Kreuzritterburgen befinden sich vermutlich versteckt unter einer Mamlukfestung aus dem 15. Jahrhundert in der Nähe des östlichen Endes des Golfes. Unter den Ottomanen beschleunigte sich der Verfall ab 1869, da der neue Suezkanal viele Pilger vom Landweg über Aqaba abbrachte. 1910, als Alois Musil es besuchte, lebten dort nur noch etwa 19 Familien. Sieben Jahre später wurde Aqaba von einer britischen und arabischen Streitkraft eingenommen und die Festung wurde zeitweilige Basis während der arabischen Revolte. Erst 1925, vier Jahre nachdem Transjordanien gegründet worden war, wurde Aqaba von der Hijaz getrennt und wurde Teil des neuen Herrschaftsbereiches von Amir ‘Abdullah.