Umm-Al-Jimal tours

Die Stadt des Schwarzbasalts, Umm al-Jimal (was soviel wie „Mutter der Kamele“ bedeutet), liegt wie eine schwarze Verkrustung auf den flachen Ebenen Nordjordaniens. Viele Gebäude sthen noch zwei- oder dreistöckig dort, so dass es aussieht als ob Sie gerade verlassen worden wäre, obwohl dies schon 1200 Jahre her ist.

Die Nabataner etablierten hier im 1. Jahrhundert n. Chr. ihre Basis als vorgeschobener Posten auf der Handelsroute zwischen Damaskus und dem Süden. Ohne Brunnen oder Quellen musste Wasser in während der Regenzeit in hunderten von Zisternen gesammelt werden.

Nach der römischen Annektierung des nabatanischen Königreiches im Jahr 106 n. Chr. wurde Umm al-Jimal vergrößert und wurde eine wichtige Militärbasis, umrahmt von Mauern, mit einem neuen Staubecken und einem hydraulischen System, dass andere Zisternen und Sammelbecken versorgte. Ein riesiges Fort (heute eine Ruine) wurde ebenfalls erbaut, um im 5. Jahrhundert von bedeutend kleineren Kasernen ersetzt zu werden, als die militärische Bedeutung der Stadt nicht mehr gegeben war.

In der byzantinischen Ära wurden mehr Häuser gebaut, sowie 14 Kirchen und eine Kathedrale, und das Wachstum setzte sich unter den Umayyad, immer noch mit einer christlichen Gemeinde, fort. Aber nach dem Erdbeben 749 und dem Abzug der Abbasiden nach Bagdad wurde es nicht mehr neu aufgebaut. Es blieb bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein, als ein Druse aus der Nähe von Jabal al-Arab sich hier kurzzeitig niederließ, verlassen. Das moderne Dorf in der Nähe der Ruinen stammt von 1950.